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Lagina 

In der Nähe gibt es eine weitere antike Stadt, die von gleicher Wichtigkeit wie Stratonikeia war: Lagina. Diese Ruinenstätte erreicht man über die Straße nach Turgut, die nach 3 km auf der Straße von Yataðan Richtung Milas abzweigt. Der Tempel der Hekate, der Göttin der Unterwelt, ragt an diesem heiligen, Lagina genannten Ort empor. Bei Ausgrabungen wurde ein Teil eines runden Innenhofes freigelegt, der zu der Vorhalle eines Tempel gehört. Der Tempel selbst wurde im Jahre 40 v.Chr. bei einem Angriff der Parther geplündert. Auf Inschriften über dem Eingangstor, das noch erhalten ist, steht geschrieben, dass Augustus (27 v.Chr.) den Tempel restaurieren ließ. Der Tempel ist in korinthischem Baustil entsprechend der Mode des hellenistischen Zeitalters nach dem Plan unechter doppelreihiger Säulen errichtet. Der korinthische Baustil, den man als  eine moderne Annäherung von Seiten der Seleuken, die die Stadt Stratonikeia gründeten, bezeichnen könnte, muss bei diesem Tempel speziell angewandt worden sein.In den Jahren 1891 – 1893 machte Osman Hamdi, den man als Vater des Museumswesens betrachtet, Ausgraben in Lagina und brachte dabei aufgefundene Reliefs in die archäologischen Museen von Istanbul. Derzeitige Ausgrabungen hingegen werden von Prof.Dr. Ahmet A. Týrpan geleitet. Bei den letzten Ausgrabungen wurden architektonische Teile des Tempels in die richtige Anordnung gebracht, die Tempelvorhalle vollständig freigelegt und im Südosten der antiken Stadt ein heiliges Bauwerk entdeckt, dessen einstige Funktion noch nicht bekannt ist.

 
 
 
 

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