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Stratonikeia 

Yataðan, das weniger als touristisches Zentrum, sondern vielmehr wegen seines Thermokraftwerkes bekannt ist, ist überaus reich an schönen Landschaften und Geschichte. Kommen Sie von Çine aus nach Yataðan, werden Sie sicher von der außergewöhnlichen Schönheit des Çine-Tals beeindruckt sein. Sie sollten den Bach, der durch das Çine-Tal fließt und an sechs Monaten des Jahres von Oleander umgeben ist, mit seinen interessanten Felsenformationen und der historischen Brücke unbedingt jetzt sehen, denn an manchen Monaten bleibt das Tal unter dem Wasser des Çine-Flusses verborgen.  Um durch das Tal zu wandern benutzt man nicht den neuen Weg, sondern die alte Strecke Çine – Yataðan. Das Stadtzentrum von Yataðan hingegen bleibt etwas im Schatten des Thermokraftwerkes.

Alte Siedlungen in der Umgebung

Im Landkreis Yataðan liegen zwei wichtige antike Städte, nämlich Stratonikeia und Lagina. Eine weitere antike Siedlung ist Panamara, deren Ruinen zwar nicht so interessant sind wie die der anderen beiden antiken Städte, das aber dennoch empfehlenswert ist, weil es das Ziel einer reizvollen Wanderung sein kann, die durch einen Wald führt. Die ersten beiden antiken Städte erreicht man über die Landstraße Yataðan – Milas, von der jeweils vor und nach dem Thermokraftwerk Straßen nach rechts abzweigen, über die man zu den Ruinenstätten gelangt.
 

Sieben Kilometer nach Yataðan sehen Sie auf der rechten Seite vollständig ausgehobene Kohlengruben, an denen Sie vorbeifahren und vielleicht einen Seufzer wegen dieser Umweltzerstörung ausstoßen. Danach wird ein Schild vor Ihnen auftauchen, das Sie zu der antiken Stadt Stratonikeia bringt, die etwa 1 km von der Staße abliegt. Zuerst werden Sie am Eingang zu der Ruinenstätte in dem Dorf Eskihisar unter uralten Platanen auf ein Dorfcafé treffen, das mit weißer und blauer Farbe angestrichen ist. Hier können Sie Atem schöpfen und der Geschichte der historischen Stadt lauschen. Der alte Name von Stratonikeia, von der man weiss, dass sie der Khrysaor-Union angehörte, war Ýdrias. Der König Seleukos, der in den Jahren 281 – 261 v.Chr. an der Macht war, hat die Stadt im Namen von Stratonike, der Frau des Antiokhos, erneuern lassen. Im Jahre 133 v.Chr. wurde die Stadt von den Römern besetzt, weil Aristonikos Zuflucht in ihr gesucht hatte. Aristonikos hatte gegen die Römer einen Aufstand angezettelt, damit das Königreich Pergamon nicht in deren Hände falle. Das Volk starb während der Besatzung vor Hunger. Wasserquellen, die einst reich sprudelten, gaben dem Dorf Eskihisar, das neben den Ruinen aus dem Altertum im Schatten von Platanen liegt, ein stattlichen Aussehen. Heute ist das Dorf verlassen. Auf Ihrem Rundgang durch die antike Stadt werden Sie folgende Überreste sehen: In einem Winkel im Nordosten des Dorfes Eskihisar die Überreste einer Burg, die mit großen zugeschnittenen Steinblöcken verstärkt war; am Nordrand der Stadt das Haupteingangstor mit seinen großen Blöcken; das Bouleuterion (ein kleines Theater) in der Mitte der Stadt, das das am besten erhaltene Bauwerk von Stratonikeia ist; im Westen des Bouleuterions das monumentale Eingangstor zu diesem Gelände (es wird auch behauptet, diese Ruinen würden von dem Serapis-Tempel stammen); im Wester der Stadt ein Gymnasion; und schließlich am Rande des heiligen Weges vor dem Eingangstor Grabmale mit Zimmern. Die Akropolis der Stadt befindet sich, umgeben von einer Stadtmauer, auf dem Gipfel eines Berges im Süden. Auf einer Terasse unter der Landstraße sieht man Ruinen eines kleinen Tempels, auf dessen Inschriften zu lesen ist, dass der Tempel für den König erbaut wurde. Weiter unter wird ein großes Theater vor Ihnen auftauchen. Bei Ausgrabungen wurden die Ruinen des Bühnengebäudes zum größten Teil freigelegt.

 
 
 
 

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