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Ören - Keramos 

Den Ort Ören an der Küste des Golfes von Gökova erreicht man über eine 45 km lange Asphaltstraße, die Richtung Beçinkale von der Landstraße Bodrum-Milas abzweigt. Früher wurde der Ort Gereme genannt. Das Stadtzentrum liegt etwas im Landesinnern. An der Küste dagegen befindet sich ein schöner Sandstrand, an dem sich zweistöckige Häuser, von Gärten umgeben, kleine Hotels und Pensionen reihen. Der Name des Ortes war in den letzten Jahren häufig in Zusammenhang mit dem umstrittenen Kraftwerk Gökova zu hören. Das Kraftwerk wurde zwar gebaut, aber da es nie in Betrieb genommen wurde, stört es derzeit nur durch seine bauliche Existenz. Man kann Ören auch über einen 48 km langen, nicht asphaltierten Weg von Akyaka/Gökova aus erreichen, der sich entlang der Nordküste des Golfes von Gökova zieht, mit Sicht auf das Kýran-Gebirge. Die Straße ist allerdings im schlechten Zustand, doch sie bietet den Vorteil, dass man die Ruinen der antiken Stadt Keramos besichtigen kann, die zwischen Ören und Akyaka liegt. Die antike Stadt war Mitglied der karischen Krysaor-Union und ihr Name Keramos bedeutet "Tontopf". Die Stadt, die in der hellenistischen Epoche unter der Souveränität von Rhodos stand, hat zu dieser Zeit mit der nördlichen Nachbarstadt Stratonikea einen Bündnisvertrag unterschrieben. Keramos gehörte danach der Provinz Kleinasien des Römischen Reiches an, die im Jahre 129 v.Chr. gegründet wurde. In den kommenden Epochen verlor Keramos zunehmend an Bedeutung. Auf dem Berg Meþekayasý hinter dem Ort Ören befindet sich die Stadtmauer, deren unterer Teil aus Reihen vieleckiger Steine besteht, während in den oberen Teilen regelmäßig Steinschicht auf Steinschicht gebaut wurde. An einer Stelle, die die Einheimischen "Bakýcak" nennen und die sich auf einer Felsenterasse befindet, stehen die zwei wichtigsten Tempel der Stadt, die 25 m lang sind. Das Bauwerk "Kurþunlu" (Aus Blei) erhielt diesen Namen, weil Keile aus Blei verwendet wurden, um die Steine zu verbinden. Die schönen Mauern einer Terasse konnten im Süden und Westen ihre besondere Form bewahren, ihr östlicher Teil ist jedoch eingestürzt. Auf einer ebenen Stelle über der Terasse hingegen stehen Teile eines Gebäudes im korinthischen und ionischen Baustil. Von dem erwähnten Tempelgelände wird behauptet, dass es in Beziehung mit Zeus Krysaoreus stehe. Das Bauwerk Akyapý, das inmitten der Kleinstadt steht, ist ein großer Gebäudekomplex aus der römischen Zeit. Kommen Sie auf der Straße von Gökova, sehen Sie vor Ören auf der rückwärtigen Seite des Berges Meþekayasý ein Äquadukt.

Fallschirmspringen in Ören

In Ören hat sich in den letzten Jahren das Fallschirmspringen entwickelt. Auf diese Art breitet sich unter Ihnen die vollkommene Schöheit der Küsten von Gökova aus. Trauen Sie sich es zu, versuchen auch Sie einen Flug mit dem Fallschirm.

Das Uyku-Tal

Fahren Sie von Milas nach Bodrum, so biegt Ihr Weg 30 km vor Bodrum nach links zu dem Dorf Gökçeler ab. Ungefähr 1 km nach dem Dorf Gökçeler erreichen Sie das Uyku-Tal (Deðirmendere). Das Uyku-Tal und die Gökçeler-Höhle sind für die Reiseagenturen, die Tagesausflüge von Milas oder Bodrum aus veranstalten, wichtige Anlaufspunkte. Durch das Tal gibt es zwei Wege. Der erste beginnt bei der Forellenzucht, führt entlang des Baches und steigt dann an. Da der Weg oft von dem Bach abgeschnitten wird, muss mandiesenhäufigdurchqueren, was insbesondere im Sommer eine vergnügliche Angelegenheit sein kann. Der andere Weg, den man mit dem Fahrzeug zurücklegen kann, führt einen Kilometer nach dem Dorf links ab in den Wald und nach 2 km erreichen Sie Deðirmendere. Folgen Sie dann einem schmalen Weg innerhalb des Waldes in Flussrichtung, müssen Sie nach etwa einem Kilometer einen kurzen Anstieg nach links hinaufwandern und erreichen dann die Gökçeler-Höhle. Der Eingang der Höhle ist ziemlich weiträumig. Die Höhle öffnet sich zuerst einem weiten Raum und nach links dehnt sich ein großer Stollen aus, den man "Fledermaus-Stollen" nennt, weil er ganz bedeckt von diesen Tieren ist. Leuchten Sie bloß nicht mit der Taschenlampe auf diesen Stollen, denn es kann etwas erschreckend sein, wenn alle Fledermäuse plötzlich umherzufliegen beginnen. Gehen Sie rechts einen leichten Anstieg hinauf, folgt ein schmaler Durchgang, nach dem Sie einen weiteren Stollen erreichen, wo sich kleine Becken mit Stalagmiten und Stalaktiten befinden. Bis zu diesem Punkt kann jedermann gelangen, aber der weitere Weg ist professionellen Höhlenforschern vorbehalten. In Begleitung eines Führers steigt man mit einem Seil 7 m in die Tiefe, dann kommt ein breiterer Stollen und schließlich geht es weiter bis zum Ende der Höhle, mal kriechend, mal sich bückend. Für den Rückweg benutzt man die gleiche Strecke, denn es gibt keinen anderen Ausgang. Vergessen Sie im Sommer Ihren Badeanzug nicht, denn Sie werden sich sicher in dem kühlen Wasser erfrischen wollen.

 
 
 
 

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