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Museum und Çomakdað

Das Museum von Milas

Ein Teil der Funde, die bei Ausgrabungen in Ruinenstätten in Milas und seiner Umgebung ans Tageslicht befördert wurden, sind im Museum von Milas ausgestellt. Das Museum, das im Jahre 1987 seine Tore für Besucher öffnete, ist in einem zweistöckigen Gebäude untergebracht, das von einem 1,5 Morgen großen Garten umgeben ist. In den 11 Vitrinen des Ausstellungsraumes werden Gegenstände aus Gold, die man bei Ausgrabungen in Stratonikeia fand; Öllämpchen aus Ton, die von Ausgrabungen in Iasos stammen; Funde von Ausgrabungen in Milas und Umgebung sowie Statuen und Köpfe von Statuen ausgestellt. Auch der Garten des Museums wird als Ausstellungsfläche genutzt.

Die Umgebung von Milas Die Festung Beçin

5 km im Süden vom Milas, an der Straße Milas-Ören, liegt auf einem Plateau, das sich über das Milas-Tal erhebt, die Festung Beçin in der Nähe des Dorfes Mutluca (Beçin). Die Festung ist ein byzantinisches Bauwerk und wurde in der Zeit der Menteþeoðullarý restauriert. Die Grafschaft der Menteþeoðullarý, die Milas zu ihrem Zentrum machten, verlegte ihr Verwaltungszentrum dann in die Festung Beçin, da diese leichter zu verteidigen war.

Die Burg wurde 1974 nochmals restauriert. In der Burg, die im Süden von Mauern umgeben ist, kann man Ruinen eines Hamams und einer Zysterne sehen. Am Rande der Landstraße hingegen findet man Ruinen römischer Gräber, die in Form von Grabzimmern errichtet wurden.

Der bewohnte Teil von Beçin befand sich 200 m weiter oben in der inneren Festung. Unter den Bauwerkes dieses Teiles, die bis heute erhalten sind, befinden sich eine byzantinische Kapelle, die Karapaþa-Medresse (Theologenschule) aus der Zeit der Menteþeoðullarý, Grabmale, die Ahmet Gazi-Medresse, die Orhan Bey-Moschee, ein Hamam, der Wohnsitz Bey Konaðý, das Bey-Hamam, Kýzýlhan, die Moschee und die Medresse Yelli.

Milas in der Geschichte

Der Name "Milas" stammt von der karischen Stadt Mylasa. Dieser Name wiederum, so wird berichtet, gehe zurück auf Mylasos, dem Sohn von Sisyphos und Khrysaor, dem Enkel des Aiolos. Laut dem Geschichtsgelehrten Strabon war Mylasa eine der drei wichtigsten Städte im Innern von Karien. Die anderen beiden Städte waren Alabanda und Stratonikeia. Mylasa nahm im 5. Jahrhundert v. Chr. an der ionischen Rebellion und an dem Widerstand gegen das persische Heer teil. Nach dem Berydom-Krieg im Jahre 446 v.Chr. befreite sich die Stadt von der persischen Herrschaft und wurde Teil der Meeresunion Attila Delos. Mylasa ergab sich, wie die anderen karischen Städte auch, im Jahre 334 v.Chr. dem Heer Alexander des Großen, aber dieser wiederum übergab die Stadt dem Schutz der karische Königin Ada. Im Jahre 143 v.Chr. fungierte Mylasa auf Wunsch des römischen Kaisers M. Acmilius bei einer Reihe von Streitfällen als Schiedsrichter und danach wurde die Stadt zum Zentrum der Gerichte, bei denen die römischen Provinzstatthalter den Vorsitz inne hatten. Im Jahre 129 wurde die Stadt Teil des Römischen Reiches. In der byzantinischen Epoche war Mylasa Zentrum des Bistums und im 13. Jahrhundert schließlich gehörte die Stadt zu der Grafschaft der Menteþeoðullarý.

Der Berg Çomakdað

Eine Straße, die gleich nach der Ziegelfabrik in Milas nach rechts abbiegt und die nur zum Teil asphaltiert ist, führt zu dem Berg Beþparmak hinauf. Der Berg Çomakdað lehnt sich an den Rücken des Berges Beþparmak. Die Häuser von Çomakdað sind von einer Architektur, in der sich einstige und heutige Meisterkunst vereint. Interessant sind die Kamine der Steinhäuser, deren Erscheinungsbild von eigener Ästhetik ist. So kann man auf den Kaminen Halbmonde oder Figuren wie Adlerköpfe sehen. Solche Kamine, die von Giebelverzierungen an antiken griechischen Tempeln inspiriert sind, kann man an keinem anderen Ort antreffen.Das Dorf ist in sich verschlossenen und die Traditionen leben dort weiter. Die Hochzeitsfeste dauern vier Tage, der Weizen wird in einem Mörser gestampft und in den Tälern werden Schießwettbewerbe durchgeführt, wobei der beste Schütze eine Ziege als Geschenk erhält. Die Frauen amüsieren sich unter ihresgleichen, begleiten die Braut von ihrem Elternhaus zu ihrem neuen Heim und feiern den "Duvak"-Tag, an dem der Kopf eines Neugeborenen mit einem feinen Schleier eingewickelt wird. Wenn Sie zu dem Çomakdað-Berg fahren, kaufen Sie sich unbedingt von dem reinen Olivenöl, das in dem Dorf hergestellt wird.

 
 
 
 

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