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Die Insel Sedir – Kedrai |
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Eine Straße, auf die man am 12. Kilomter der Landstraße Marmaris-Muðla nach links abbiegt, führt Sie nach 6 km zu einer anderen Stelle des Golfes von Gökova, der Çamlý Ýskelesi. Von dieser Anlegestelle aus fahren Boote, sind sie voll besetzt, zu der Insel Sedir. Diese Insel ist bekannt für die antike Stadt Kedrai und den berühmten Kleopatra-Strand, die sie beherbergt. Kedrai war eine karische Stadt, die später Rhodos angegliedert wurde. Die Worte Kedrai und Sedir haben die gleiche Bedeutung, nämlich "Zeder". Obwohl nicht bekannt ist, dass Zedern, deren solides und widerstandsfähiges Holz man für den Bau von Schiffskielen verwendete, auf dieser Insel vorgekommen seien, ist die Bedeutung des Wortes im Altgriechischen "Zeder". Kedrai war eine der wichtigsten, der Insel Rhodos gegenüberliegen Siedlungen. Die Stadt war von Mauern umgeben, die zusammen mit der Festung und dem Appolon-Tempel in dorischer Bauart, der im mittleren Teil der Stadt stand, von der Küste aus zu sehen sind. Von dem Tempel ist heute allerdings nur das Fundament erhalten. In Agora sieht man Ruinen von verschiedenen Gebäuden, das Nekropol der Stadt und im nördlichen Teil der Insel ein gut erhaltenes Theater, das Richtung Norden liegt. Wenn wir große Städte wie Knidos nicht mitzählen, so findet man in der Region Marmaris-Bozburun, die man als die gegenüberliegende Seite von Rhodos bezeichnet, nur in jeder dritten Siedlung aus dem Altertum ein Theater. Der General Lysander aus Ýsparata, der während des Peleponnesischen Krieges zwischen Athen und Ýsparta im Jahre 405 v.Chr. die Stadt überfiel, weil sie auf der Seite Athens gestanden hatte, eroberte die Insel und versklavte die Bevölkerung. Der Geschichtsschreiber Xenophon, der dieses Ereignis in allen Einzelheiten festgehalten hatte, schrieb, dass andererseits auch die Bevölkerung der Insel halbe Barbaren gewesen seien. Es gibt eine Erzählung in Zusammenhang mit Kleopatra, in der auch von dem goldgelben Sand der Insel berichtet wird. Gemäß der weitverbreitesten Version dieser Erzählung wurde der Sand mit Schiffen aus Ägypten an diese Küste gebracht, da sich hier die ägyptische Königin Kleopatra mit ihrem Geliebten, dem römischen Befehlshaber Antonius, traf. Der Sand an der Nordküste der Insel besteht aus kleinsten Kalkteilchen, die sich in besonderer Weise gebildet haben, und den man im Ägäischen Meer und im Mittelmeer neben der Sedir-Insel nur noch auf Kreta findet. Leider wird dieser Sand nicht genügend geschützt, so dass man das Abtransportieren des Sandes nicht verhindern kann. Aus diesem Grund nimmt der Sandbestand, der sich in Folge besonderer geologischer Prozesse gebildet hat, immer weiter ab. Nichts desto Trotz gelingt es dem goldgelben Sand des Kleopatra-Strandes gemeinsam mit dem Meer, in dem sich verschiedene Blautöne auf einmal widerspiegeln, das Interesse von Besuchern noch immer auf sich zu ziehen. Die Boote kehren am Nachmittag zwischen 4 – 5 Uhr zu der Anlegestelle Çamlý zurück. |
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