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Schlammbäder

Schlammbad und ein Ausflug nach Kaunos

Die antike Stadt Kaunos und das Schlammbad am Rande der Dalyan-Kanäle liegen innerhalb der Kreisgrenzen von Köyceðiz. Obwohl das berühmte Königsgrab von Kaunos direkt gegenüber der Kleinstadt Dalyan liegt, gehört es zu Köyceðiz. Die eine Seite des Kanales gehört zum Kreis Köyceðiz, die andere Seite zum Kreis Ortaca. In den Reiseführern hingegen werden Kaunos und die Schlammbäder im Allgemeinen unter dem Kapitel Dalyan aufgeführt. Wir werden unter Berücksichtigung der Verwaltungsgrenzen diese beiden Orte unter dem Kapitel Köyceðiz behandeln, aber damit die Reisenden keine Schwierigkeiten haben werden, diese beiden Orte zu finden, werden wir Kaunos und die Schlammbäder auch im Kapitel Dalyan erwähnen.Nach Kaunos und zu den Schlammbädern fahren von Köyceðiz aus Tagesausflugsboote. Man kann diese Orte aber auch auf dem Landweg erreichen, indem man auf die Straße nach Ekincik einbiegt und nach Sultaniye die Straße benutzt, die um den See führt.

Die antike Stadt Kaunos 

Nach Kaunos kann man auch mit Booten gelangen, die in Dalyan abfahren. Von der Anlegestelle aus erreicht man die antike Stadt Kaunos mit einem 10 minütigen Fußmarsch. Kommen Sie mit einer Yacht vom Meer her, können Sie in der Nähe der Insel Delikli den Anker werfen und mit dem Boot auf dem Kanal bis zur Anlegestelle fahren. Kaunos war aus der Sicht des Handels eine wichtige Hafenstadt. Da sich mit der Zeit jedoch das Meer durch Anschwemmungen auffüllte, wurde der Hafen unbenutzbar. Laut Herodot, dem Vater der Geschichte, gehörten die Einwohner von Kaunos zu dem Volk der Karier, sie selbst aber zählten sich zu den Kretern. Auch der Geograph Strabon schrieb, dass sich in Kaunos eine Schiffswerft befand und die Stadt einen Hafen hatte, den man am Eingang schließen konnte. Die Stadt soll Kaunos, der Sohn des Miletos, gegründet haben, von dem man sagt, dass er mit seiner Zwillingsschwester eine unpassende Beziehung eingegangen sei. Die Felsengräber, die man ebenfalls von Dalyan aus sehen kann, wurden im 4. Jahrhundert v.Chr. gebaut und fanden auch später in der römischen Epoche Verwendung. In den Gräbern, die im lykischen Stil erbaut wurden, befinden sich drei Steinbetten, auf die die Toten gelegt wurden. Auf der Vorderseite stehen zwei ionische Säulen, auf denen Friese und Verzierungen, unter anderem das Relief eines Löwen, zu sehen sind. Der Hafen der Stadt befand sich unterhalb der Akropolis an der Stelle, an der heute der Sülüklü-See liegt. Zu dieser Zeit hat demnach das Meer die Akropolis umspült. Als die Perser dabei waren, das gesamte Anatolien zu erobern, geriet die Stadt unter die Herrschaft des Mausolos. Im Jahre 334 v.Chr., als Alexander der Große siegreich gegen die Perser kämpfte, herrschte die Prinzessin Ada über die Stadt. Ihr folgte Antigonos, danach Ptolemaios. Kaunos stand unter der Souveränität des Königreichs von Rhodos, des Königreichs von Bergma und später der Römer. Als sich der Hafen mit Anschwemmungen zu füllen begann, verlor die Stadt zunehmend an Bedeutung. Die Akropolis wurde auf dem 152 m hohen Hügel errichtet. Die Stadtmauern auf der nördlichen Seite stammen aus dem Mittelalter. Die lange Stadtmauer begann auf der Nordseite des Hafens und zog sich bis zu einem steilen Fels in der Nähe des Dorfes Dalyan. Der Nordteil der Stadtmauer wurde unter Mausolos gebaut und der nordwestliche Abschnitt entstand in der hellenistischen Epoche. Der Teil der Stadtmauer hingegen, der sich gen Hafen erstreckt, stammt aus dem Altertum. Das Theater liegt auf den Ausläufern der Akropolis und umfasst 33 Sitzreihen. Eine der Bauruinen auf der Westseite des Theaters stammt von einer Kirche, die im Stile einer Basilika errichtet worden war. Andere Ruinen gehören zu einem römischen Bad und zu einem Tempel.Hinter einem nicht fertig gestellten Bauwerk mit Säulen, das unterhalb des Theaters liegt und in Form eines Kreises errichtet wurde, befindet sich ein Podium, das in drei Stufen ansteigt. Hier sieht man auch Ruinen eines Tempels. Um was es sich bei dem in Form eines Kreises errichteten Bauwerk handelt, ist dagegen nicht bekannt. Bei Ausgrabungen im Norden des Sülüklü-Sees, des ehemaligen Hafens der Stadt, wurde eine Stoa freigelegt, in deren Umgebung man viele Sockel von Statuen ans Tageslicht beförderte. Die Statuen dagegen konnten nicht gefunden werden. Ein Brunnen in der Nähe der Stoa wurde restauriert. Um die gesamte Stadtmauer und alle Türme zu sehen, muss man einen ziemlich langen Entdeckungsspaziergang machen. Nach der Besichtigung der antiken Stadt Kaunos kann man noch zu dem See Sülüklü, wo sich einst der antike Hafen befand, und zu dem Dorf Çandýr gehen.An der Anlegestelle des Dorfes Çandýr stehen zu jeder Zeit Ausflugsboote Reihe in Reihe. Diese Boote stehen den Yachten zu Diensten, die sich Ýstuzu nähern und bringen die Yachtfahrer nach Alýr Dalyan und zu dem Schlammbad. Bei der Anlagestelle sieht man Aushöhlungen, die in die Felsen gemeißelt wurden. In diesen Aushöhlungen wurde Riesenfeuer entzündet, die den Schiffen, die sich dem antiken Hafen näherten, um ihre Fracht nach Kaunos zu bringen, den Weg wiesen.

Schlammbäder

In der Umgebung des Dalyan-Kanales und des Köyceðiz-Sees sprudeln aus vielen Stellen Thermalquellen. Das heiße, schwefelhaltige Wasser hat heilende Wirkung und hilft vor allem bei Rheumatismus und Hautkrankheiten. Jedoch hat sich das Schlammbad, das vom Stadtzentrum ungefährt 15 Minuten entfernt ist und das man mit dem Boot erreichen kann, anders als die Thermalquelle Sultaniye am Rande des Köyceðiz-See zu einer touristischen Attraktivität entwickelt. Das Schlammbad, in dem vor allem ausländische Touristen in den Schlamm tauchen, um anschließend Erinnerungsfotos schießen lassen, bietet jederzeit einen belebten und farbigen Anblick. Nehmen auch Sie ein Bad im Schlamm, von dem man sagt, dass es der Haut gut tut, wobei man mehr dem Vergnügen als der Gesundheit den Vorzug gibt. Halten Sie diesen netten Moment auf einem Foto fest. Neben den Schildkröten Caretta Caretta leben in der Nähe des Sees und des Kanales auch Nil-Schildkröten (Trionyx Tringulus), die allerdings keinen solchen Bekanntheitsgrad wie ihre Verwandten besitzen.

 
 
 
 

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