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Köyceðiz

Köyceðiz liegt am Rande des gleichnamigen Sees, an dem die Straße Muðla – Fethiye vorbeiführt. Fährt man in den Ort hinein, hat man den Eindruck, Köyceðiz sei kein Landkreis an der Küste, sondern eine Kleinstadt im Landesinnern. Taucht dann plötzlich der See vor Ihnen auf, werden Sie staunen. Köyceðiz, dessen Einwohnerzahl nicht einmal die 10 000 erreicht, und seine Umgebung sind reich an Geschichte.Das Meer, ein schöner Sandstrand, ein reizvoller See und eine reiche Landschaft und Geschichte – wenn Sie dies alles auf einmal sehen wollen, so ist der Name des Ortes, den Sie aufsuchen müssen, Köyceðiz.

Köyceðiz in der Geschichte

Die Besiedlung dieser reizvollen Gegend hat vor Tausenden von Jahren begonnen. Die Spuren der ersten Ansiedlung gehen auf die Jahre 3 400 v.Chr. zurück. Auf diesem Stück Erde haben sich die Skythen, Asyrer, Ionier und Doren, danach die Perser, Hellenen, Seleykosen, Römer, Menteþeoðullarý und Osmanen angesiedelt. Die antike Stadt Kaunos, die an der Stelle liegt, an der sich der Köyceðiz-See mit dem Mittelmeer vereinigt, zählte in den Jahren 1 000 v.Chr. zu den wichtigsten Hafenstädten am Schnittpunkt des östlichen Mittelmeeres und der Ägäis. Das heutige Köyceðiz hingegen hat sich in der osmanischen Epoche entwickelt.

Stadtrundgang

Der Anblick des Stadtzentrums am Rande des Köyceðiz-Sees unterscheidet sich etwas von dem anderer Urlaubsorte. Die Einwohnerzahl bleibt das ganze Jahr über konstant und der Ort ist auch im Sommer nicht überfüllt. In den Wintermonaten dagegen legt sich über Köyceðiz, wie über andere touristische Zentren auch, eine große Stille. Köyceðiz ist für diejenigen, die ruhige und erholsame Ferien machen wollen, ein Ort, den man zu jeder Jahreszeit empfehlen kann. Morgens aufzustehen und am Rande des Sees einen Spaziergang zu machen, gibt einem das Gefühl körperlicher Frische. Der Uferstreifen ist eigens zum Spazierengehen angelegt. Frühstücken können Sie in einem der Teegärten am Ufer, mit Blick auf den See. In den Sommermonaten können Sie sich auch im Wasser des Sees erfrischen. Zwar ist das Wasser nicht ganz klar, aber dennoch ist es sauber, immerhin handelt es sich um Seewasser. Man kann an jeder Stelle in dem See baden gehen, jedoch hat die Stadtverwaltung im Osten des Uferstreifens eigens einen Sandstrand angelegt, hinter dem ein Styraxwald liegt. Zu den Anlagen am Strand zählen, neben der Versorgung mit Essen und Trinken, Umziehkabinen und Duschen. Das Stadtzentrum von Köyceðiz besteht aus sauberen und regelmäßig angeordneten Straßen, die auf einen Platz führen, der zu jeder Zeit belebt ist. Bricht die Abenddämmerung herein, füllen sich die Restaurants und Bars am Ufer und in den Straßen, die sich zu dem Platz hin öffnen. Eine märchenhafte Stimmung erobert die Straßen. Die etwas einfach erscheinenden kleinen Restaurants und Kneipen bieten ihren Gästen dennoch geschmacksvolle Vorspeisen, jede Art von Fleisch, Fisch und Huhn. Die Preise sind, verglichen mit anderen Urlaubsorten, stets günstiger. Fremde werden genauso behandelt wie Einheimische.

Der Köyceðiz-See

Über sieben Arme fließt das Wasser von den Bergen in den See, der auf diese Art stets gut versorgt wird. Deshalb kann er im Sommer wie im Winter seine Eigenheit bewahren. Fließt zuviel Wasser zu, wird es durch einen 10 km langen, schmalen Kanal (Dalyan) in das Mittelmeer abgeleitet. Halten Sie keine detaillierte Landkarte in den Händen, so kann beim Erkunden der Umgebung Verwirrung entstehen: Wo ist nun der See, und wo das Meer? Den besten Anhaltspunkt bieten die Schilfgräser des Sees, der eine Fläche von 6 300 Hektar einnimmt und über die Meerenge Dalyan mit dem Mittelmeer verbunden ist. Am Ende der Meerenge befindet sich noch ein weiterer kleiner See, eine Art Lagune, den man "Sülüngür" nennt. Sein Wasser ist ein Gemisch aus Salz- und Süßwasser. An diesem See legen Meeräschen ihre Eier ab. Die Küste des Meeres ist zwischen 50 m und 200 m breit und sie kann sich eines sehr schönen, 5,5 km langen Sandstrandes rühmen (Sehen Sie, dies ist der berühmte Strand Ýstuzu). Der See ist zwar durch Anschwemmungen in der Golfmündung vom Meer getrennt, aber er ist nicht vollständig losgelöst, sein Wasser fließt weiterhin in das Meer. Das Delta hingegen hat sich durch Anschwemmungen gebildet, die die Flüsse Nam Nam und Yuvarlak mit sich führten. Freunden der Fotographie und des motorlosen Wassersports wird es schwerfallen, sich von dem Köyceðiz-See zu trennen. Die Umgebung des Sees bietet hervorragende Panoramen. Auch wenn Sie keinen Wassersport wie Surfen, Segeln oder Rudern betreiben, lassen Sie sich den See nicht entgehen. Machen Sie am Abend oder in der Nacht einen Ausflug mit dem Ruderboot und erfüllen Sie die Stille der Nacht mit Ihren Liedern. Auch die Sterne am Himmel werden zuhören. Wenn Sie gerne fischen, dann vergessen Sie nicht, Ihre Anglerausrüstung in den Koffer zu packen. Der See gibt auch Amateurfischern eine Chance, Sie werden nicht mit leeren Händen heimkehren. Ein Ausflug in die Umgebung des Sees, entweder zu Fuß oder mit dem Auto, wird in jedem Falle reizvoll sein. Auch eine Bootsfahrt auf dem See sollte man nicht versäumen. Die kleine Insel auf dem See wird von den Einheimischen "Hapishane Adasý" (Gefängnis-Insel) genannt. Diese Insel wurde in der Geschichte zuerst für militärische Zwecke verwendet, danach diente sie als Gefängnis. Noch heute sieht man Ruinen einer Burg, die die Genueser gebaut haben. In der Region nennt man diese Insel jedoch auch "Liebesinsel". Nach einer Legende, die erzählt wird, hat ein junges Liebespaar auf dieser Insel Zuflucht gesucht, da ihre Familien einer Heirat nicht zustimmten. So konnten sie sich zwar dem Zwang ihrer Familien entziehen, ihrem unglücklichen Schicksal aber konnten sie nicht entkommen: Eine riesige Schlange biß zu und tötete die beiden (Dies ist ein typisches Beispiel für eine "Die Insel und die Schlange"-Geschichte, die in Anatolien sehr verbreitet sind). Köyceðiz ist in der Tat ein Wasserparadies. Und dies nicht nur aufgrund des Meeres, seines Sees und der Bäche, die in den See fließen, oder wegen seines Kanales, der mit dem Meer verbunden ist. Überall in dem Landkreis können Sie ein paar Meter graben und sofort wird sauberstes Wasser hervorsprudeln. Aus diesem Grunde ist auch die Landwirtschaft sehr einträglich. Die Pflanzen, die ständig aus der Erde Wasser bekommen, werden selbst im Sommer unter der brennenden Sonne nicht gelb oder dürr. Die Berge in der Umgebung von Köyceðiz sind mit Styrax- und Pinienwäldern bedeckt. Diese Wälder aus Styraxbäumen und Pinien findet man sonst nirgends in der Welt.

 
 
 
 

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