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Cadianda, Letoon, Pynara,
Sydma, Arsada, Xanthos, Patara

Cadianda

Cadianda, dessen Name im Lykischen "Cadavamti" lautete, liegt 20 km von Fethiye entfernt in der Nähe des Ortes Yeþil Üzümlü. Es ist bekannt, dass diese Stadt, deren Geschichte bis zum 5. Jahrhundert v.Chr. zurückreicht, in der Epoche des römischen Reiches eine mit Leben volle, reiche Siedlung war. Am Nordeingang der Stadt, die 600 m über dem Meer liegt und die von einer steinernen Stadtmauer umgeben war, die jedoch nicht gut erhalten ist, findet man 4 Grabmale im lykischen Stil. Drei dieser Gräber, die man auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert, hatten die Form eines Hauses, sind aber heute verfallen. Auf der nach Süden liegenden Seite des vierten Grabes, das aus einem einzigen Felsen herausgemeißelt wurde, ist ein Mann dargestellt, der sich auf einem Diwan ausstreckt. Auf der nach Norden liegenden Seite hingegen ist eine Figur mit Pferd abgebildet, die einen mit Lanze und Schild ausgerüsteten Feind überfällt. Am Nordeingang der Akropolis stoßt man zuerst auf Ruinen, von denen man annimmt, dass sie zu einem Tempel im dorischen Stil gehören. Weiterhin ist die Ruine eines Bades zu sehen, dessen Steine reliefartig verziert sind und das der römische Kaiser Vespasianus erbauen ließ.

Obwohl ein großer Teil der im Westen liegenden Sitzplätze eines kleinen Theaters, das auf der Anhöhe des Hügels gebaut wurde, auf dem auch die Stadt gegründet wurde, gut erhalten sind, ist der Bühnenteil

vollständig zerfallen. Von Ruinen, die auf einem weiträumigen Gelände von 9 m Breite und 900 m Länge, das sich im Zentrum der Stadt von Westen nach Osten erstreckt, nimmt man an, dass sie einem Stadium zuzurechnen sind. Auf Inschriften, die man bei Ausgrabungen fand, wird von athletischen Spielen berichtet, die in Candianda veranstaltet wurden. Auf Sockeln von Statuen, die man im Umkreis des Stadiums fand und von denen man annimmt, dass sie erfolgreiche Athleten abbildeten, bestätigen diese Vermutung.

Letoon

Auf der Straße Fethiye – Kalkan, 2 km vor Kýnýk, werden Sie ein Hinweisschild Richtung Letoon sehen (nach Kalkan sind es noch 19 km). Die Ruinenstätte Letoon liegt 4 km nach der Abbiegung inmitten von folienbedeckten Anpflanzungen. Man kann mit dem Auto bis zum Eingang der Ruinenstätte fahren. Die Spuren der antiken Stadt Letoon kann man bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen. Ruinen und Funden weisen darauf hin, dass dies hier ein religiöses und politisches Zentrum gewesen war. Letoon war eine zentrale Altarstätte der Lykischen Union.Der Dichter Ovidius erzählt von einer Legende bezüglich Letoon: "Die Göttin Leto, die von Zeus schwanger war, gebar in Delos die Zwillingskinder Artemis und Apollon. Danach ging sie an die Stelle, an der der Fluss Xanthos (heute Eþen-Fluss) in das Meer mündet und folgte dem Fluss bis zu seiner Quelle. Die Königin, die ihre Kinder in der Quelle waschen wollte, von der einheimischen Bevölkerung jedoch daran gehindert wurde, geriet in Wut und nahm derart Rache, dass sie die gesamte Bevölkerung in Kröten verwandelte. An diesem Ort, an dem dies geschah, wurde der Leto-Tempel im Namen der Göttin erbaut." Zwei weitere Tempel in der Ruinenstätte sind den Göttern Artemis und Apollon gewidmet. Heute sind von den drei Tempeln allerdings nur noch die Fundamente erhalten. Diese liegen vollständig im Wasser, das aus der Tiefe herausfließt. Auf den Sockeln der Säulen und auf den Fundamenten der Tempel sonnen sich Frösche und Schildkröten. Das sind doch wohl nicht die Enkel der einheimischen Bevölkerung, die die Göttin Leto in Kröten verwandelt hatte?

Im südwestlichen Bereich der Tempel steht ein Brunnen und in deren Osten eine byzantinische Kirche. Im Norden der Ruinenstätte befindet sich die Stoa und in ihrem rückliegenden Teil, der sich an die Hügel anschmiegt, steht ein römisches Theater, das gut erhalten ist. Haben Sie die Ruinenstätte besucht, machen Sie sich nicht gleich auf den Rückweg. Haben Sie Zeit, so fahren Sie Richtung Meer. Wie auch Patara ist die Umgebung von Letoon von Sanddünen bedroht. Damit die Dünen nicht die Grundstücke erreichen, auf denen heute Anbau mit Gewächsfolien betrieben wird, wurden die Sandstrände von Letoon in einem 2 km breiten und 8 km langen Bereich mit Akazien und Mimosen begrünt. Die Bepflanzung mit Bäumen begann in den 60er Jahren. Sie können auf einem Sandweg, der zwischen diesen Bäume hindurchführt, bis zum Rand des Meeres gelangen. Der Strand von Letoon ist ein Teil des 18 km langen Patara-Strandes und verfügt über dieselben Eigenschaften wie dieser. Aber in seinem Umkreis findet sich weder ein Restautant noch ein Café noch eine Pension. Wenn Sie an dem Strand Picknick machen wollen, sollten Sie deshalb gut vorbereitet sein.

Pýnara

Verfolgen Sie den Weg, der nach 45 km auf der Straße Fethiye – Eþen Richtung Westen abzweigt, erreichen Sie das Dorf Minare. Die Bevölkerung des Dorfes wird Ihnen auch mit Traktoren behilflich sein, um den nicht befestigten Weg zu der Ruinenstätte zurücklegen zu können.

Das Wort Pýnara, das in der Sprache der Lykier "rund" bedeutet, wird auf einigen Inschriften auch mit "Pýnala" wiedergegeben. Pýnara, eine der wichtigen Städte der Lykischen Union, verfügte zusammen mit Xanthos, Tlos, Patara, Myra und Olympos über drei Stimmen. In der Epoche des altpersischen Stadthalters Piksodaros waren die Beziehungen der Stadt wie man sie kennt und während der Asien-Reisen Alexander des Großen in den Jahren 334 – 333 v.Chr. wurde von ihrem Namen berichtet. In dem hohen, felsigen Bereich im Westteil der Stadt muss die erste Siedlung gegründet worden sein. In der römischen Epoche wurde das Theater, das sich auf einem niedriger gelegenen Felsvorsprung nach unten ausbreitet, wegen Platzproblemen außerhalb der Stadt gebaut.

Stadtrundgang;

Verlassen Sie Ihr Fahrzeug an dem Punkt, an dem sich das Wärterhäuschen befindet, so können Sie den Stadtrundgang in der unten beschriebenen Weise leicht vollziehen. An den Felswänden, die nach Osten des voller Ahornbäume stehenden Tales, das vom Wärterhaus aus im südwestlichen Teil liegt, blicken, befinden sich unzählige Felsengräber im lykischen Stil. Auf dem Größten und Wichtigsten von ihnen ist die Stadt dargestellt. Auf kleinen Flächen des Bauwerkes, das wohl das Grabmal eines örtlichen Königs sein muss, sieht man plastische Darstellungen in hellenistischer Tradition. Die wichtigsten von diesen sind Gorgonen auf der Vorderseite von Balken,die ein Vordach tragen. An der Stelle, an der man in den Bereich des Vordaches eindringt, sind Anblicke nach rechts und links auf die Stadt dargestellt. Details wie die Stadtmauern einer lykischen Stadt, Gräber mit Pfeilern hinter der Stadtmauer, Sarkophage und im Hintergrund hoch oben ein Palast, der wiederum mit Stadtmauern befestigt ist, dazwischen Häuser und Figuren, sollten Sie unbedingt genau betrachten und studieren. Folgt man von diesem Grabmal aus, das man als "Königsgrab" kennt und auf viele Anblicke auf die Stadtabgebildet sind, dem Südrand der Felsen nach oben, so hat man sowohl die Felsengräber genügend studiert wie auch mit Leichtigkeit die Straße erreicht, die die Siedlung auf der Anhöhe teilt. Von dort aus können Sie rechts und links Bauwerke und den Säulenvorbau von Gebäuden betrachten. Man erreicht dann ein Bauwerk, das unter Tannen steht und an dem der Schnitt der Ecksäulen die Form eines Herzes bildet, die jedoch nicht sichtbar werden, weil dort Steine über Steine stehen. Weil sich auf einem der Steine des Bauwerkes eine Erhebung in phallischer Form befindet, sprechen manche von einer Rückverweisung auf Aphrodite. Ein Grab in Form eines Stierhorns hingegen, das sich auf der Nordspitze eines Felsens unterhalb der Stadt befindet, gilt als ein orginales Beispiel. Ein Theater außerhalb der Stadt und ein Odeum sind bis heute erhalten, ohne Schaden genommen zu haben. Nur die Pflanzendecke des Gebietes wird Ihren Rundgang etwas erschweren.

Den Felsengräbern, die man auf hohen Felsen im Westen sieht, gab man den Namen "Taubennest". Bei diesen Gräbern, von denen man annimmt, dass sie gebaut wurden, indem man sich von oben mit einem Seil herabließ, muss es sich um die ältesten Beispiele von Felsengräbern in Lykien handeln. Letoon, das man erreicht, wenn man auf der Landstraße Fethiye – Kaþ nach dem Ort Eþen nach rechts Richtung Bozoluk abbiegt, war ein heiliges Gebiet. Es ist in Luftlinie 4 km von der Stadt Ksanthos entfernt. Der Umkreis des Tempels, der die Erinnerung an Letos, der Mutter von Apollon und Artemis, wachhält, war für die Lykier ein wichtiges religiöses Zentrum. Man erwies an dem Tempel der Leto, eine anatolische Gottesmutter, die von den Hellenen akzeptiert und ihren Gebräuchen entsprechend angepasst wurde, die Ehre. Der Tempel steht an zentraler Stelle und er wird auf die Zeit etwa 300 v.Chr. datiert. Der Tempel in ionischer Bauweise ist, mit sämtlichen Details, bis heute erhalten. Im Osten dieses Tempels steht ein weiterer kleiner Tempel, der im Gegensatz zu den beiden anderen ein Bauwerk von einfachem Plan ist und dessen Säulen nicht aneinandergereiht sind. Er stammt aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. Der im äußersten Osten stehende Tempel ist, wie der Tempel der Leto, ein hellenistischer Tempel mit aneinandergereihten Säulen, in dorischer Bauweise. Mosaiken im Innern des Tempels zeigen den Köcher und Pfeil der Artemis sowie die Leier des Apollon als Symbol der Zwillingskinder der Göttin. Inschriften in aramäischer, hellenistischer und lykischer Sprache, die man in seiner Umgebung gefunden hat, haben dazu beigetragen, dass man die regionale Sprache und damit auch die historischen Ereignisse dieser Region lösen konnte. Auf diesen Inschriften, die im Museum von Fethiye ausgestellt sind, findet sich auch der Name Piksodaros, der Sohn des Hekatomnos. In der römischen Epoche wurde Letoon mit einem runden Brunnenmonument, das westlich des Tempels steht, vervollständigt. Mit einer Stoa in nördlicher Richtung, die zu hellenistischer Zeit gebaut und in der römischen Epoche weiterentwickelt wurde, gewann man eine schöne Perspektive. Es ist bekannt, dass in Letoon, dessen Theater an einer Anhöhe liegt, unterschiedlichste Feiern abgehalten wurden. Die Architektur der Gewölbedurchgänge, die dazu benutzt wurden, um die Sitzplätze des Theaters zu erreichen, verdient besondere Aufmerksamkeit. Anhand der Stelle der Bühne kann man sich leicht vorstellen, wie gut die Sportspiele zu verfolgen waren, die man auf der ebenen Stelle des Theaters durchführte. Eine geformte Figur, die auf einem Sarkophag, in der Nähe des Theaters gelegen, ruht, kann man als Treffpunkt der lokalen Kunst mit römischen Traditionen interpretieren.

Anreise:

Die Siedlung, die die Hauptstadt des lykischen Gebietes war, erreicht man über einen Weg, der bei der Ortschaft Kýnýk, an der Landstraße Fethiye – Kaþ gelegen, nach links abbiegt und der etwa 1 km lang ist.

Sidyma

Sidyma liegt in einem Gebiet in der Nähe des Dorfes Dodurga, 500 m über dem Meer auf den Anhöhen des Berges Cragus. Es ist ziemlich schwierig, nach Sidyma zu gelangen. Von einer Abzweigung 6 km im Süden von Eþen, das auf der Hauptstraße Fethiye – Xanthos liegt, sind mit dem Jeep noch 6 weitere Kilometer zurückzulegen. Danach muss man über einen etwas steilen Fussweg, der zwar steinig, aber in gutem Zustand ist, 250 m nach oben steigen, was etwa eine Stunde dauert. Der Name Sidyma verweist darauf, dass die Stadt (wie auch Idyma, Didyma und Loryma) über eine lange Vergangenheit verfügt. Unter den Ruinen der Stadt finden sich Beweise, die zeigen, dass man sich hier schon in frühester archaischer Zeit ansiedelte. Das erste schriftliche Dokument, das man finden konnte, wird auf das 1. Jahrhundert v.Chr. datiert. Der größte Teil der Ruinen und alle Inschriften stammen aus der Epoche des Römischen Reiches. Eine Münze, von der man annimmt, dass sie aus Sidyma stammt, wurde wahrscheinlich im 2. Jahrhundert v.Chr. geprägt. Geht man durch Sidyma und klettert einen Pfad hinauf, so sieht man viele Gräber, die in die linke Bergwand gemeißelt wurden und die als die ersten Beweise für die alten Stadt gelten. Vergleicht man diese mit den Felsengräbern von Pýnara, so sind sie weniger an Zahl und von einfacherer Erscheinung. Erreichen Sie den Gipfel, so breiten sich die Ruinen von Sidyma vor Ihren Augen aus. Am Ende des Pfades steht links ein kleines Grabmal. Der Grabraum dieses Grabmales, das auf einem viereckigen Sockel ruht und aus einem einheitlichen Block besteht, konnte nicht gefunden werden. Aber das Grabmal ist der erste eindeutige Beweis, dass Sidyma in der klassischen Epoche existierte. Direkt daneben liegen 7 weitere Grabmale. Einige von ihnen sind ausgemauerte Gräber, die anstelle einer gotischen form, die man auch in Lykien findet, einen dreieckigen Verschluss haben.

Arsada

Arsada wurde auf einer beträchtlich hoch gelegenen Ebene auf einem Abhang des Berges Akdað, er früher Mt. Massicytus genannt wurde, gegründet und liegt hinter dem Xanthos-Tal. In 900 m Höhe befindet sich Arsada und es gibt keinen Weg dortihn. Es liegt in der Nähe des Dorfes Arsa, das man über einen steilen und langen Pfad von dem Dorf Kayadibi aus erreicht, auf einem langen und niederen Hügel im Westen des Dorfes gelegen. Auf dem Ostabhang des Hügels, der nach Westen ziemlich steil in ein Tal abfällt, etwa auf der Hälfte des Weges, steht eine 2,5 m dicke Steinmauer. Ein 300 m langer Teil ist halb und halb erhalten. An dem Nordende der Mauer befindet sich ein Turm oder eine kleine Burg in einer Größe von 9 qm. Diese Burg, von der man annimmt, dass sie aus der frühen hellenistischen Epoche stammt, wurde aus großen vieleckigen Blöcken gebaut, die mit Sorgfalt übereinandergelegt wurden. Kein Bauwerk der Stadt ist bis heute erhalten, jedoch findet man in dem Dorf und seiner Umgebung zahlreiche lykischen Gräber. Die Mehrzahl von ihnen ist im Stil der gotischen, ausgemauerten Gräber gebaut, sie wurden jedoch verwüstet. Ein Felsgrab in Form eines Hauses und einige mit Reliefs und Schriften versehene Steinblocks in seiner Umgebung sind noch erhalten. Bei so gut wie allen Schriften handelt es sich um Grabinschriften. Etwas oberhalb des Dorfes, neben einem Pfad, der sich nach Norden erstreckt, sieht man auf einem Felsvorsprung in 2,5 m Höhe ein Relief, auf dem ein Reiter abgebildet ist.

Xanthos

Über eine Straße, die in Kýnýk, auf dem 17. Kilometer an der Landstraße Kalkan – Fethiye gelegen, am Ufer des Eþen-Flusses nach rechts abzweigt und auf der man 500 m weit fährt, erreicht man die Ruinenstätte Xanthos. Man nimmt an, dass die Gründung von Xanthos, die Hauptstadt der Lukischen Union war, bis in die Jahre 1 200 v.Chr. zurückreicht. Es wird berichtet, dass zu dieser Zeit ein Kommandant aus Xanthos die Lykier, die am Troja-Krieg teilnahmen, befehligte und dass die Einwohner von Xanthos ein kämpferisches und mutiges Volk waren. Der Geschichtsgelehrte schrieb 545 v.Chr. in Bezug auf diesen Krieg folgendes: "Obwohl sich an der Spitze des persischen Heeres Kommandanten befanden, stellten sich die, nicht viele zählenden Bewohner von Xanthos, als die Perser in das Tal von Xanthos eindrangen, gegen diese unerbittliche Streitkraft. Mit den jungen Männern verteidigten sie ihre Ehre, aber sie wurden besiegt. Ihre Frauen, Kinder und Schätze füllten die Burg. Sie steckten sie in Brand, so dass das Feuer die Burg vernichtete. Danach überfielen sie, während sie sich gegenseitig einen Schwur leisteten, den Feind. Und alle starben während des Kampfes."

Es ist bekannt, dass jedes Mal, wenn Xanthos durch Kriege oder Brände zerstört wurde, man es mit großer Anstrengung wieder von neuem errichtete. In der römischen Epoche wurde Xanthos, das von Brutus zerstört wurde, von einem anderen römischen Kommandaten, nämlich von Antonius, wieder aufgebaut. In der byzantinischen Epoche war Xanthos das Zentrum des Bischoftums und es wurde nach dem Angriff der Araber verlassen.

Die ersten Ruinen der Stadt, die man rechts des Weges sieht, wenn man von Kýnýk aus kommt, gehörem zu einem hellenistischen Tor. Links des Weges befinden sich Ruinen eines Bogens, der in Gedenken an den römischen Kaiser Vespasianus erbaut wurde, der der Stadt große Dienste erwiesen hatte. Was die Ruinen eines Denkmals betrifft, die sich etwas weiter vorne rechts des Weges befinden, so handelt es sich um den übrig gebliebenen Teil eines Denkmals für die prächtigen Nereiden, dessen wichtigster Teil in den Jahren 1841 – 42 nach England gebracht wurden. Dieses Denkmal wurde restauriert und wird derzeit im 7. Salon des Britischen Museum ausgestellt, der einer der Salons ist, die am meisten auf Interesse stoßen. Geht man vorbei an den Ruinen der hellenistischen Stadtmauer links des Weges, so erreicht man die Akropolis der Stadt, wo sich über Felsengräbern das Harpyler-Denkmal und lykische Grabmale, die als Symbol von Xanthos gelten, und das Theater befinden. Weil die Reliefs, die sich auf dem Denkmal befanden, nach England gebracht wurden, ist das, was man heute sieht, eine Kopie dieser Orginale aus Gips. Auch das Harpyler-Denkmal ist im Britischen Museum ausgestellt. Auf der lykischen Akropolis stehen weiterhin eine Agora und eine byzantinische Basilika.

Haben Sie die Akropolis erreicht, so betrachten Sie die Umgebung und werfen Sie einen Blick über die Ebene. Auf dem Hügel befinden sich auch Ruinen eines lykischen Palastes. In Xanthos findet man ebenso, an der rechten Seite des Weges und gegenüber der lykischen, eine römisches Akropolis. Auf dieser Akropolis sind eine byzantinische Basilika, ein Felsengrab, das Pillar-Denkmal und Ruinen eines mit Löwen besetzten Grabes zu sehen. Die Reliefs dieses Grabmals wurden jedoch an eine andere Stelle gebracht und so ist nur sein Sockel übrig geblieben.

Inschriften von Xanthos

Schriften auf einer Tafel, die man bei Ausgrabungen in Xanthos fand, sind von Azra Erhat übersetzt worden. Diese Inschrift symbolisiert die Begeisterung für die Unabhängigkeit und den nicht enden wollenden Widerstand der Einwohner von Xanthos gegen angreifende Plünderer:

Wir haben unsere Häuser zu Gräbern gemacht

und unsere Gräber zu Häusern

unsere Häuser sind eingestürzt

geplündert wurden

unsere Gräber

wir haben die Gipfel der Berge erklommen

wir sind in die Tiefen der Erde eingedrungen

wir haben unter Wasser ausgeharrt

sie sind gekommen und haben uns gefunden

sie brannten alles nieder

und haben uns ausgeplündert.

Für unsere Mütter,

für unsere Frauen

und für unsere Toten

für unsere Ehre

und für unsere Freiheit

die Menschen dieser Erde, die den Tod vorziehen

wir, wir haben ein Feuer zurückgelassen

das nie erlöscht

das nie erlöschen wird

 

Patara

Auf der Straße Fethiye – Kalkan, 10 km vor Kalkan, liegt das Dorf Patara-Gelemiþ, in dem es eine Abzweigung gibt, auf der man nach 6 km die antike Stadt und nach 7 km den berühmten Patara-Strand erreicht. Das Dorf Gelemiþ, das am Eingang zu der antiken Stadt liegt, liegt 4 km von dieser Abzweigung entfernt. Die Ruinen der Stadt Patara beginnen eigentlich, bevor man das Dorf Gelemiþ erreicht. Unter den Ruinen, von denen man annimmt, dass sie von dem Nekropol der Stadt stammen, sind ein Grab im lykischen Stil und ein Grabmal aus der römischen Zeit bemerkenswert.

Gelemiþ ist inzwischen ganz zu einem touristischen Dorf geworden. Die Einwohner des Dorfes, die früher Gemüseanbau betrieben, führen heute zum großen Teil eine Pension, ein Restaurant, ein Souvenirgeschäft oder ähnliches. Patara war eine lykische Stadt sowie eine der sechs Städte, die in der Lykischen Union über drei Stimmen verfügten. Vielleicht war sie sogar die Wichtigste dieser sechs Städte. In Geschichtsbüchern wird geschrieben, dass der größte Teil der Versammlungen der Lykischen Union in Patara abgehalten wurden. Es ist bekannt, dass die Stadt, deren Name in der lykischen Sprache "Pttara" lautete, im 5. Jahrhundert v.Chr. existierte und dass sie zu den Städten zählt, die Alexander der Große besetzte. Manche meinen, dass Patanus, der Sohn der Wasserfee Lykia und des Gottes Apollon, Patara gegründet hat. Auch in der römischen Epoche wurde Patara zu einer wichtigen Stadt und war bedeutend wegen ihres Hafens, ihres Getreidedepots und als Verkehrsknotenpunkt. Die Stadt entwickelte sich auch in der byzantinischen Zeit weiter und ist für die Christenheit von Bedeutung, da behauptet wird, dass der als Weihnachtsmann bekannte St.Nikolaus aus Patara stamme. Die Tatsache, dass sich der Hafen von Patara, der 400 m breit und 1 600 m tief war, mit Sand zu füllen begann und es für die Schiffe schwer wurde, anzulegen, wurde zum Grund, dass Patara allmählich an Bedeutung verlor. Doch der Sand, der vom Wind angeweht wurde, füllte mit der Zeit nicht nur den Hafen auf, er bedeckte zu einem großen Teil auch die Stadt. So zieht heute die Tatsache Aufmerksamkeit auf sich, dass ein Teil der Ruinen, die man in der Stadt sehen kann, unter dem Sand liegt.Eine der stattlichsten Ruinen von Patara, das 2 km nach dem Dorf Gelemiþ am Rande der Straße liegt, ist ein römischer Triumphbogen, der gegen Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr. erbaut wurde. Unter den Ruinen, die man in Richtung des Hügels sehen kann, befinden sich ein Hamam, eine byzantinische Basilika und ein Tempel aus der Zeit Korinths. Das Theater steht auf der Anhöhe des Hügels und ein wichtiger Teil liegt unter dem Sand. Auf dem Hügel steht der Tempel der Athene. Der einstige Hafen ist heute Sumpfgebiet.

Um dem Sand vorzubeugen, den der Wind vom Strand aus in das Landesinnere trägt, wurden Terassen angelegt. Der Sandstrand von Patara ist der längste und stattlichste der Strände in der Umgebung. Die Tiefe des 18 km langen Sandstrandes beträgt an manchen Stelle bis zu 200 – 300 m. Der Sand ist fein und das Meer ist nicht tief. Wegen seines so gut wie immer vorhandenen Windes eignet er sich auch zum Surfen. Weil der Patara-Strand zu den Stränden gehört, auf denen Meeresschildkröten ihre Eier ablegen, steht er unter Schutz. In einem Park am Eingang des Strandes befinden sich zwei Restaurants. Weil die Sonne brennend und Schatten nicht zu finden ist vergessen Sie nicht, sich man Eingang des Strandes einen Sonnenschirm auszuleihen. Um auf dem Sandstrand zu reiten, wenden Sie sich an den Hof "Sultan Farm Horse Riding", der letzten Sommer eröffnet wurde. Dort werden Ausflüge zu Pferde in die Ungebung angeboten und in dem Hof gibt es 7 schöne Fohlen aus dem Gestüt Bursa Karacabey. Der Besitzer des Hofes, Ýlhan Çýrpan, organisiert je nach Wunsch 3 – 4 stündige Touren für Gruppen, mit oder ohne Essen. Die Touren gehen entlang eines Kanales, durch ein grünes Tal, über Sandhügel und entlang der Meeresküste. Entlang des Weges stehen Ruinen der antiken Stadt und er führt durch Wälder und Täler. Im Allgemeinen werden die frühen Morgenstunden für einen Ausritt bevorzugt. Selbst wenn Sie zuvor noch nie auf einem Pferd geritten sind, zögern Sie nicht, man informiert Sie auf dem Hof vor der Tour über das Notwendige. Bestimmt werden Sie in kurzer Zeit auf den ausgebildeten und fügsamen Pferden zu einem Meisterreiter.Der Hof "Sultan Han": Tel: 0242/843 51 60

 
 
 
 

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