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Kayaköy

Hisarönü – Ovacýk

Die lieblichen Ortschaften Hisarönü und Ovacýk, die in den letzten Jahren zu beliebten touristischen Anziehungspunkten wurden, liegen inmitten von Tannenwäldern. Ovacýk liegt vom Stadtzentrum von Fethiye 6 km entfernt. Es ist mit seinen zahlreichen neuen Hotels und Feriendörfern zu einem touristischen Zentrum geworden. Da Ovacýk zwischen Fethiye und Ölüdeniz liegt und man in 10 Minuten diese beiden Orte erreicht, ist Ovacýk für diejenigen, die fern von Menschenmassen eine Unterkunft suchen, ein idealer Ort. Hisarönü dagegen erreicht man über eine Straße, die beim Ortsausgang von Ovacýk nach rechts abbiegt. Zahlreiche kleine und große Hotels, Pensionen sowie Feriendörfer stehen dort zu Diensten. Auch die Preise sind günstig. Da die Buchten Ölüdeniz und Belceðiz in der Nähe liegen, können Sie auch dort schwimmen gehen. Nach Hisarönü und Ovacýk verkehren von Fethiye aus regelmäßig Minibusse.

Kayaköy

Lassen Sie das Dorf Hisarönü hinter sich und folgen der Straße, die durch einen Wald führt, werden Sie nach 5 km ein "Geisterdorf" sehen können. Sein Name ist Kayaköy. Dieses Dorf besteht aus fast 3 500 Häusern, die sich auf einer Anhöhe hinziehen und die in einer respektvollen Weise so angeordnet sind, dass kein Haus dem anderen den Blick nimmt. Kayaköy war eine griechische Siedlung. Weil die anatolischen Griechen gute Bauern waren, bauten sie die Häuser nicht auf fruchtbares Gelände, sondern auf die felsigen und steinigen Grundstücke in der Umgebung. Auch Kayaköy wurde dieser Auffassung entsprechend gebaut. In dem Dorf lebten bis zum Jahre 1922 etwa 25 000 Menschen. Aufgrund des Bevölkerungsaustausches zwischen Griechenland und der Türkei nach der Gründung der Türkischen Republik wanderten die Einwohner von Kayaköy nach Griechenland aus. Es ist bekannt, dass das Dorf seit dem 13. Jahrhundert von Christen bewohnt war. In Kayaköy siedelte man Menschen an, die aus Westtrakien hierher kamen. Sie haben ihre Häuser in der Ebene, die sich vor Kayaköy erstreckt, gegründet. Heute zählt die einheimische Bevölkerung in dieser Ebene 2 000 Personen. Die alten Häuser dagegen warten – ohne Türen und ohne Fenster – in ihrer Einsamkeit. Zwar wurden die Häuser unter Schutz gestellt, aber Sie werden sehen, dass dies relativ spät geschah. In dem Dorf, dessen ehemaliger Name Levissi lautete, stehen zwei Kirchen und 14 Kapellen. Die beiden Kirchen Taksiyarhis und Katopanayi sind ziemlich verfallen.

Die Holzportale dieser Kirchen sind im Museum in Fethiye ausgestellt.

Was die Panagia Pirgiotis-Kirche (Aþaðý-Kirche) betrifft, so ist sie gut erhalten. Mit ihren Fresken zieht sie Interesse auf sich und es ist lohnenswert, sie zu besichtigen. Im Jahre 1990 haben der Imam Ali aus Fethiye und ein Pater aus Rhodos in der Mutter Maria-Kirche in Kayaköy gemeinsam für Frieden und Freundschaft gebetet. In dem Dorf hat auch die Galata-Gruppe, der die Architektenkammer und Architekturstudenten angehören, wichtige Arbeiten unternommen. Ebenso haben Interessensverbände wie die Vereinigung der Reiseagenturen der Türkei (TÜRSAB) Restaurationsarbeiten in Kayaköy unterstützt. Die Restauration der beiden Kirchen dauert trotz aller finanzieller Schwierigkeiten weiter an. Vor dem Bevölkerungsaustausch war Kayaköy eine Siedlung voller Leben, in der sich zwei Grundschulen, eine für Mädchen, eine für Jungs, Ärzte und Apotheken sowie viele Geschäfte befanden. Selbst eine Zeitung wurde herausgegeben. Die muslimischen Einwanderer, die im Zuge des Bevölkerungsaustausches nach Kayaköy kamen, fanden an dem Ort keinen großen Gefallen und viele ließen sich in anderen Gegenden nieder. Die Auswanderer, die von Kayaköy nach Griechenland umsiedelten, ließen sich in der Nähe von Athen auf einem freien Gelände nieder, bebauten und kultivierten es und gaben ihm den Namen Nea Makri, das heisst, sie gründeten ein "Neues Fethiye". Einige Häuser im unteren Teil von Kayaköy wurden restauriert. Einer derjenigen, der hier wohnt, ist ein Künstler aus Istanbul, der die Hälfte des Jahres hier verbringt. Ein anderer ist ein Kapitän, der mit seinem Hund und seinen Hühnern hier alleine lebt. Ein Projekt, das zum Ziel hat, Kayaköy zu einem "Dorf des Friedens und der Freundschaft" zu machen und im Rahmen dessen künstlerische Arbeiten unternommen wurde, konnte zwar keine großen Fortschritte verzeichnen, aber im Zuge dessen ist in Kayaköy ein "Kunst-Camp" entstanden (Tel: 0252/616 65 74). Hier beschäftigen sich Studenten, unter denen sich auch ausländische Studenden befinden, mit Künsten wie Bildhauerei, Keramik und Fotographie. In der Werkstatt "Pottery Hause" werden Tongefäße hergestellt. In dem Kunst-Camp werden ebenso Geschenkartikel verkauft und es gibt eine kleine Ausstellung mit alten Gegenständen (den Garten teilt man sich mit dem Restaurant Poseidon). Folgen Sie einem mit Pflastersteinen ausgelegten Weg bis zu der Kapelle auf dem Berg, so können Sie über die Bucht Soðuksu blicken. Auch wenn das Wetter heiß ist, weht hier stets ein leichter, frischer Wind, der aufatmen läßt. Ein Haus, das sich zu Ihrer Linken an den Rücken des alten Dorfes anlehnt, wurde als Restaurant ausgebaut und nennt sich "Dibektaþ Restaurant". Ein weiteres Restaurant ist das "Poseidon", ein Familienbetrieb, wo man Essen, Tee oder Kaffe trinken, aber auch alkoholische Getränke bekommen kann. Die Frauen des Dorfes wellen vor ihren Häusern auf einem Holzbrett den Teig aus, um Gözleme zu backen. Gözleme wird aus Mehl, Spinat, Käse, Petersilie und Kräutern hergestellt, die in der Umgebung gesammelt werden. Es ist sehr schmackhaft und sättigend. Dazu gibt es Tee oder Ayran.

Afkule

In Kayaköy weht jederzeit ein leichter Wind, weshalb man auch nicht von Schnacken belästigt wird. Auf einem Weg, der neben dem alten Dorf beginnt, können Sie nach Ölüdeniz wandern. Die Strecke ist 5 km lang und führt durch Tannenwälder. Nach 3 km in Richtung Westen (Richtung Gemile) und 400 m über dem Meer stehen auf einem Berg, der steil ins Meer abfällt, Ruinen eines Klosters. Dieses Kloster, das ein Mönch namens Ayios Elefterios gebaut hat, indem er das Bauwerk auf einem 10 qm großen Gelände in den Felsen meißelte, und der sein Leben lang Buße tat, wurde zu einer Legende. Die Einheimischen nennen das Kloster "Afkule" (Gnadenturm). Von hier aus hat man einen sagenhaften Ausblick auf die Buchten Ýblis, Kurdoðlu und, läßt es das Wetter zu, selbst auf die in der Ferne liegende Insel Rhodos. Der Kayaköy am nächten gelegene Ort, um ins Meer zu gehen, ist die Bucht Soðuksu. Gehen Sie von der Aþaðý-Kirche aus Richtung des Berges, können Sie auf einem kleinen Pfad nach unten gelangen. Die Strecke dauert etwa eine halbe Stunde.

Wanderung zu der Gemile-Bucht

Von Kayaköy sind es auf der Landstraße 6 km bis zur Gemile-Bucht. Haben Sie ein eigenes Fahrzeug, können Sie über diese Straße die Gemile-Bucht und ihren Strand erreichen. Der Strand ist sehr beliebt, weil er an einer geschützten Bucht liegt. Direkt gegenüber der Bucht liegt die Gemile-Insel (Informationen über die Gemile-Insel finden Sie unter der Überschrift "Eintägige Bootstouren in die Umgebung von Fethiye").

Wie kommt man nach Kayaköy?

In den Sommermonaten verkehren von morgens 7 Uhr bis abends 22 Uhr Minibusse von Fethiye nach Kayaköy, die Rückfahrt kann bis 23 Uhr angetreten werden. Außerhalb der Sommermonate fahren bis abends 5 Uhr Sammeltaxis nch Kayaköy. Mit dem Auto folgen Sie der Straße nach Ölüdeniz und in Ovacýk biegen Sie Richtung Hisarönü ab. Diese Strecke ist insgesamt 16 km lang. Ein kürzerer Weg geht von dem Stadtzentrum von Fethiye aus und führt dann unterhalb der Felsengräber und der Festung entlang. Hat man den Þýkman-Berg überwunden, erreicht man Kayaköy (8 km). Der Eintritt ist kostenpfichtig.

Wo kann man übernachten?

In Fethiye, Hisarönü und Ölüdeniz gibt es Hotels jeder Klasse. Sie können aber auch in einer der Pensionen in Kayaköy übernachten. Kaya – Tel: 0252/618 01 59; Le Jardins de Levissi Hotel – Tel: 618 01 88.

Was ißt man?

In den einfachen Lokalen in Kayaköy findet man Gözleme mit Ayran, gegrilltes Fleisch und Tandýr. Man stellt Ihnen aber auch einen Grill und Fleisch zur Verfügung, so dass Sie im Freien Ihr Essen selbst zubereiten können. In den Wintermonaten können die Grill-Fans die mit Kaminen versehenen Feuerstellen in geschlossenen Räumen nutzen.

 
 
 
 

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