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Datca |
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Datça ist der Punkt, an dem sich das Ägäische Meer und das Mittelmeer treffen. Eine Seite der Halbinsel Datça, die sich von Mamaris aus 70 km in Richtung Westen erstreckt, blickt auf das Mittelmeer, die andere Seite auf das Ägäische Meer. Diejenigen, die bis zur äußeren Spitze der Halbinsel gehen, auf der sich die antike Stadt Knidos befindet, sollten sich der aufregenden Tatsache bewußt sein, dass der Binnenhafen in ägäischem Gewässer, der Außenhafen dagegen im Mittelmeer liegt – eine geographische Lage, die Erstaunen hervorruft. Die Halbinsel Datça ist groß. Sie beginnt bei dem Hafen Bencik, der schmalsten Stelle der Halbinsel, und zieht sich bis nach Knidos. Diese schmale Stelle wirkt auf der Landkarte, als würde sie gleich reißen. Der Hafen Bencik liegt auf der Seite dieser zerbrechlich wirkende Stelle, die zum Golf von Hisarönü blickt. Auf der Seite, die Richtung des Golfes von Gökova liegt, befindet sich Bördübet. Die Entfernung zwischen diesen beiden Orten beträgt nur 800 m. In der Antike versuchte man, diese schmale Stelle durchbrechen und Datça zu einer Insel machen. Laut dem Vater der Geschichte, Herodot, wollten die Einwohner von Knidos, als die Perser dabei waren, nach Ionien einzudringen, bei dem Ort Balýkaþýran diese Landenge durchgraben und derart ihre Heimat zu einer Insel machen. Sie sollen sich sehr bemüht haben, aber die Halbinsel hat sich ihrer Abtrennung vom Festland widersetzt. Es begangen sich überall auf den Körpern dieser Wagemutigen Wunden zu öffnen, vor allem bei denjenigen, die versuchten, die Steine an der schmalen Stelle zu zerschlagen. Darauf hin verzichteten die Einwohner von Knidos auf dieses Unterfangen.Vielleicht hat dieser Trotz die Erde noch widerständiger gemacht. Ein großer türkischer Dichter, Can Yücel, wurde in Datça begraben und sein Enkel hat gefragt: "Haben Sie meinen Großvater ausgesät?" Der Gelehrte der Geographie, Strabon, soll über Datça gesagt haben: "Gott hat sein Füllen auf die Halbinsel Datça bringen lassen, damit es lang lebe". Das ist kein Wort, das man einfach so dahersagt. Eine Legende, die man sich in der Region erzählt, bestätigt Strabon: Vor 4 bis 5 Jahrhunderten kamen spanische Piraten auf dem Meer vor Datça vorbei. Sie trafen die Entscheidung, die Leprakranken auf dem Schiff hier ins Meer zu werfen, und näherten sich in dieser Absicht der Bucht Sarýliman, an der sie die Kranken dem Tod überließen. In der sauerstoffreichen Luft von Datça fanden die Kranken jedoch Genesung und ihre Wunden heilten. Sie gründeten an den Ausläufern des Emecik-Berges ein Dorf, lebten dort und wurden zu Kindern dieser Erde. In Emecik erzählt man sich diese Legende jedoch nicht, oder, richtiger gesagt, nicht gerne. Ob sie wahr ist, ob sie angebracht ist, weiß man nicht, aber es ist eine Tatsache, dass das Klima in Datça die Menschen heilt. Vielleicht auch aus diesem Grund haben die Doren in diesem Gebiet über 50 Siedlungen gegründet. Vor 2 700 Jahren ist die Einwohnerzahl auf der Halbinsel über 70 000 gestiegen. Wenn man bedenkt, dass heutzutage die Einwohnerzahl nicht mal 15 000 erreicht, versteht man, von welch einer außergewöhnlichen Zivilisation die Rede ist. In den letzten Jahren wurde Datça wieder neu entdeckt. Diejenigen, die vor Menschenmassen, Lärm und Verschmutzung fliehen, kennen Datça als einen Ort, an dem man bis zum Ende seines Lebens bleiben kann. Denken auch Sie nicht, Datça sei im Zuge eines Tagesausfluges abgehandelt. In der Umgebung von Datça können Sie genau 52 Buchten finden. Eine dieser Buchten, von denen manche nur vom Meer aus zu erreichen sind, kann für einen Tag ausschließlich Ihnen gehören. Bevorzugt man dagegen gut besuchte Strände, kann man sich einen Platz an den insgesamt 13 km langen Sandstränden aussuchen. Sie werden die Schönheit des Meeres an den Stränden und Buchten von Datça und das Wasser in der Reinheit eines Aquariums nie vergessen. Sie können kleine und schöne Hotels finden, mit dem Boot zu den Buchten fahren, die wirkungsvollen Ruinen der antiken Stadt Knidos entdecken und an bunten Abenden in Datça schöne Erinnerungen sammeln. Geschichte von DatçaDie ältesten Funde, die man auf der Halbinsel Datça sichern konnte, gehen bis in das 2. Jahrtausend v.Chr. zurück. Das erste Volk auf der Halbinsel, von dem man weiß, waren die Karier. Die glänzendste Epoche erlebte man jedoch in der Zeit der Doren. Sie sind im 1. Jahrtausend v. Chr. von Trakien aus in Richtung Süden gezogen und dabei über Griechenland in die Region eingewandert. Dort haben sie Knidos bei dem heutigen Ort Burgaz gegründet, 1,5 km im Nordosten der Kreisstadt Datça. Knidos wurde das Zentrum der dorischen Zivilisation. Ais im Jahre 546 v.Chr. der lydische Staat in die Hände der Perser fiel, kam auch Knidos unter deren Herrschaft. Im 4. Jahrhundert wurde Knidos aus handelstechnischen Gründen an die Spitze der Halbinsel verlegt, wo man heute seine stattlichen Ruinen besichtigen kann. Die Doren und Römer haben zahlreiche Tempel in dem neuen Knidos gebaut. Bekannt wurde die Stadt durch ihre Aphrodite-Statue. In der späten römischen Zeit und zu Beginn der byzantinischen Epoche hat man an der Stelle der Tempel Kirchen errichten lassen. Etwa 70 000 Einwohner zählte die Stadt zu dieser Zeit. Gegen Ende der byzantinischen Epoche jedoch verlor die Stadt, einerseits durch Erdbeben, andrerseits wegen Überfällen von Piraten, an Stärke und man räumte sie vollständig. Die Einwohnerzahl der Halbinsel sank auf die Hunderte. Die Siedlungen auf der Halbinsel wurden im 13. Jahrhundert der Grafschaft der Menteþeoðullarý eingegliedert und ab dem 15. Jahrhundert zählten sie zum Osmanischen Reich. Der Name Datça stammt aus dieser Epoche. In der Zeit von Sultan Reþat, einer der letzten Herrscher des Osmanischen Reiches, wurde der Name Datça jedoch in "Reþadiye" umgewandelt. Nach der Gründung der Türkischen Republik nannte man sie wieder Datça. Im Jahre 1928 wurde das Viertel Reþadiye das erste Zentrum des Kreises Datça, 1947 wurde das Viertel an der Anlegestelle zum Zentrum, wo es sich noch heute befindet. StadtrundgangDer belebteste Punkt in Datça ist der Umkreis um den Yachthafen. Jeden Tag kommen an diesem Hafen zahlreiche Schiffe an. In der Umgebung des Hafens gibt es jede Menge von Einkaufsmöglichkeiten, die auch von den Yachten genutzt werden. In der Gegend um den Hafen sowie in den Straßen, die zur Innenstadt führen, finden Sie gute Restaurants und Bars in allen Variationen. In dem Viertel an der Anlegestelle können Sie auf einen kleinen See treffen, dessen Wasser mit dem Meer verbunden ist. Die traditionellen türkischen Steinhäuser in dem Viertel Reþadiye, dem alten Zentrum von Datça und 3 km von dem neuen Zentrum entfernt, sind für Interessierte durchaus sehenswert. Keramikwerkstätten, die im 4. Jahrhundert v.Chr. in Betrieb waren und wo heute die Ausgrabungen noch andauern, können Sie zwischen Eski Datça und dem Dorf Hýzýrþah besichtigen. Ein Haus, das man "Reþadiye Eski Konak" nennt und das sich im Privatbesitz befindet, ist vor allem wegen seiner Wandmalereien im Innern des Hauses und seiner Deckenverzierungen interessant. Die Umgebung von DatçaWenn Sie in Datça Urlaub machen sollten Sie es nicht versäumen, Ausflüge in die Umgebung zu machen. Meer, Sand und Sonne sind vortrefflich, aber es ist noch mehr zu sehen. Vom Zentrum in Datça aus verkehren Sammeltaxis zu den Buchten und nach Knidos. Sie können aber auch mit Booten vom Meer aus anreisen. Verfügen Sie nicht über ein eigenes Fahrzeug, so raten wir Ihnen, an einer der Bootstouren teilzunehmen. Das Meer bei Datça ist voller Fische und die Berge in seiner Umgebung eignen sich zum Jagen. Sie finden aber auch Felsen, von denen aus Sie die Angel werfen können. Ebenso sind die Buchten von Datça ideal zum Surfen. Und für Begeisterte des Tauchsports lohnt es sich, den Reichtum in der Tiefe des Meeres zu erforschen. Haben Sie einen einheimischen Führer, so können Sie am Ende eines anstrengenden Weges, der über Täler und Anhöhen führt, eine Dattelpalme sehen, dessen Art auf eine 65 Millionen Jahre alte Vergangenheit zurückblickt. Sie befinden sich an einer der abgelegensten Ecken der Halbinsel. Versuchen Sie jedoch nicht, diesen Ort auf eigene Faust aufzusuchen, denn die Chance, dass Sie ihn finden werden, ist gering und es besteht das Risiko, dass Sie auf wilde Tiere wie Bären und Schweine stoßen könnten, die eventuell gefährlich sind. Das Dorf KýzlanWollen Sie die für die Halbinsel typischen Windmühlen sehen, so sollten Sie in das Dorf Kýzlan fahren, das 8 km von Datça entfernt ist. Hier ist die windigste Gegend der gesamten Halbinsel. GebekumSehen Sie das Schild "Perili Köþk", das 4 km vor Datça zu finden ist (bevor man zu den Windmühlen gelangt), so biegen Sie nach links auf einen 1 km langen, unbefestigten Weg, der Sie an den Sandstrand bringt. Gebekum, ein Sandstrand von 7 km Länge, ist ideal, um im Meer schwimmen zu gehen. Durch den Einfluss des Windes vermehrt und verbreitet sich der Sand. Eine seichte Stelle, die sich durch wandernde Sanddünen gebildet hat, macht es möglich, dass man durch das Meer auf eine gegenüberliegende Insel laufen kann. Es gibt auch eine gute Unterkunft, um in Gebekum zu übernachten: Das Hotel Perili Köþk. Das Hotel dient in erster Linie ankommenden Yachten, man findet dort aber auch notwendige Ausrüstungsgegenstände, um Wassersport, vor allem Surfen, zu betreiben. In der Umgebung des Sandstrandes sieht man Fischerboote. In der entsprechenden Jaheszeit ist das Fischvorkommen reichlich, aber es gibt kein Fischlokal in Gebekum. Sie können jedoch das Restaurant des Hotels Perili Köþk nutzen. |
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